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Eine Gemeinde!

 Endlich eine Gemeinde Amrum!

Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

 Auch wenn es bei den Bemühungen um insulare Zusammenarbeit immer wieder Rückschläge gibt - die Bildung einer Gemeinde Amrum mag sich verzögern, aber sie ist nicht mehr aufzuhalten. Denn dreigeteilt kriegt Amrum nichts Zukunftsfähiges auf die Reihe.
Das Bewusstsein der Amrumer und ihre Meinung ist da schon weiter als die Politik.
Wo auf Amrum und wen man auch dazu fragt, die allermeisten Bürgerinnen, Bürger und auch die Gäste sagen: „Warum nicht schon längst eine Gemeinde Amrum?!“
Die Gründe dafür liegen doch auf der Hand und die Dringlichkeit auch.

Gerade mal 2.000 ständige Einwohner hat die Insel, auf 20 qkm aufgeteilt in 3 Mini-Gemeinden, jede zu klein und kraftlos, um allein lebensfähig zu sein. Aber sie leisten sich einen heute nicht mehr vertretbaren Aufwand: 

  • 3 Bürgermeister, 3 Gemeinderäte und 9 Ausschüsse mit mehr als 40 ehrenamtlichen Mitgliedern, mit 3 Haushaltsplänen, 3 Finanzkonten, zahllosen Sitzungen, Protokollen und vielfacher Verwaltungsarbeit für oft wenig Gemeinsinn.
     
  • Einen Rest des früheren Amtes Amrum mit verbliebenem Personal, übrigens bestens geeignet für den Sitz einer Gemeinde Amrum.
     
  • Dazu die dreigeteilte Kirchturmpolitik zuhause und zeitraubende Mitarbeit im Amt Föhr-Amrum auf Föhr, bei der  die Vertreter der kleinen Amrumer Gemeinden zwar fair behandelt werden, aber getrennt nicht viel zu melden haben.
     
  • Auf der kleinen Insel 3 Kurorte mit unterschiedlichen Prädikaten statt gemeinsamer Gesundheitsadresse „Nordseeheilbad Amrum“ ohne Gemeindegrenzen.
     
  • 4 Tourismusbetriebe, die mit unterschiedlichen Satzungen, viel Personal, aber ohne gemeinsames Konzept, ohne Zielvorstellungen und ohne Erfolgskontrolle immer noch weitgehend getrennt vor sich hinwursteln. Mit 3 Bauhöfen, 4 Wirtschaftsplänen und Statistiken, 4 Buchhaltungen,  4 Finanzkonten, 4 Jahresabschlüssen, 4 Prüfungen bei einem Gesamtvolumen von noch nicht einmal 10 Millionen Euro im Jahr.
     
  • Einen geschätzten Einnahmeverlust aus nicht gezahlter Kurabgabe bis zu einer halben Million Euro pro Jahr wegen mangelhafter Einigkeit über die Form einer lückenlosen Erhebung.
     
  • Und auch die bisher einheitliche Höhe der Amrumer Abgabesätze und damit der wichtigsten Einnahmequelle ist nach den Worten des Amtskämmerers in Nebel und Norddorf gefährdet, weil dort derzeit die jeweils erforderliche Kalkulation nicht die entsprechend zweckbestimmten Aufwendungen nachweist.  Unter dem Dach einer Gemeinde Amrum würde mit den Wittdüner Aufwendungen für den gemeinsamen Nutzen die längst fällige ausgleichende Gesamtkalkulation hergestellt. 
     
  • Damit könnte auch das AmrumBadeland um ein Außenbecken erweitert werden, wofür schon beim Bau notwendige technische Vorsorge getroffen wurde.
     
  • 4 Feuerwehren in den 4 Ortschaften, jeweils mit Fahrzeugen, Geräten, Ausrüstungen und Gerätehäusern, bei sinkender Beteiligung, sodass selbst Feuerwehrmitglieder trotz guter Zusammenarbeit eine stärkere organisatorische Zusammenfassung und eine gemeinschaftliche Finanzierung aus einem Topf  wünschen, um künftig einsatzfähig zu bleiben. 

Die Liste lässt sich noch verlängern, aber sie macht jetzt schon deutlich, wie viel teurer Doppel-, Drei- oder sogar Vierfachaufwand auf Amrum getrieben wird, ohne dass dadurch die Leistungsfähigkeit, die allgemeine und touristische Ausstattung der Insel, die wirtschaftlichen Ergebnisse oder wenigstens die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger nachhaltig verbessert werden. 

Auch wenn nur in Umrissen, so wird doch deutlich, wie durch viele Synergieeffekte und Einsparungen erhebliche Mittel für dringende gemeinsame Vorhaben frei werden können. Aber noch verhindert die Trennung bei ungleichen Belastungen der drei Gemeinden mit hohen Kosten einen gemeinsamen Erfolg der Insel Amrum. 

Der riesige Investitionsstau in Höhe von etwa 20 Millionen Euro ist dafür ein klarer Beweis. Noch keines der Vorhaben aus Projekt M konnte bisher verwirklicht werden. Erst, wenn die Insel in der Gemeinde Amrum zu gemeinsamer Kraft findet, kann in absehbarer Zeit und zu gemeinsam tragbaren Kosten der Rückstand aufgeholt werden. Das ist dringend nötig, um die Anziehungskraft der Ferieninsel Amrum zu erhalten, von der wir alle leben. Schöne Natur allein reicht dafür nicht. 

Um das Missverhältnis zu ändern, müssen die Amrumer zunächst selbst die Initiative ergreifen, so wie es die Bürger auf Sylt und Fehmarn getan haben. Der einmütige Beschluss der Wittdüner Gemeindevertretung in ihrer Dezembersitzung für den ersten Schritt hat den Anfang gemacht und wirbt um allseitige Unterstützung.

1. Schritt:
Zunächst ist erforderlich, unter fachlicher Beratung die Voraussetzungen, die möglichen Maßnahmen und weiteren Schritte sowie die Auswirkungen mit Chancen und Risiken einer Zusammenführung der drei Amrumer Gemeinden zu prüfen, zu beurteilen und daraus Handlungsvorschläge zu entwickeln.

 Die endgültige Entscheidung liegt dann letztlich bei den Bürgerinnen und Bürgern dieser Insel - für oder gegen eine Gemeinde Amrum - und für die Gestaltung ihrer Zukunft.

 
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